Seide – Die edle Verführung


Damenwäsche aus Seide ist nicht nur für die Tragende ein Erlebnis, auch Männern gefällt der erotische und gleichzeitig elegante Stoff. Knitterfrei und die Haut mit einem Hauch Erotik umgebend, ist das Tragen von Seiden-Dessous ein Genuss für jede Frau. Doch was ist Seide eigentlich für ein Stoff? Wie wird Sie gewonnen? Und welche Arten gibt es? Wo kommt Seide her? Seide ist eine reine Textilfaser. Sie wird aus dem Kokon der Seidenraupe und der Seidenspinnerlarve gewonnen. Die textile Endlos-Faser, wie Seide auch oft genannt wird, kommt ursprünglich aus dem Land China. Über die Seidenstrasse wurde diese überaus wichtige Handelsware nach Europa transportiert. Aber auch heute wird sie hauptsächlich in China gefertigt. Indien und Japan sind jedoch ebenfalls wichtige Erzeugerländer.  Welche Seidenarten gibt es?Man unterscheidet eine Vielzahl von Seidenarten. Eines vereint jedoch alle: Die Qualität der Seide hängt vom Gewicht ab. Sie wird mit der altasiatischen Maßeinheit Momme gewogen. Diese entspricht 4,306 Gramm pro m². Heute wird Seide oft mit der Bezeichnung Pongè auf dem Markt angeboten, was ebenfalls einer Momme entspricht. Der Abfall der Seide ist geringwertig und wird als Chappe bezeichnet. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Wertigkeiten. Die gereinigten Abfälle werden zum sogenannten Chappegarn versponnen. Dieses unterscheidet sich von den eigentlichen Seidenarten durch eine etwas raue, faserige Oberfläche.Bouretteseide nennt man jenen Stoff, der im Großspinnverfahren aus kurzen Faserstückchen gewonnen wird. Während für die Dupioseide typisch ist, dass die Fäden der Seide Unregelmäßigkeiten aufweisen. Bestimmten Schmetterlingsorten werden zum Beispiel die Fagarseide (dem Atlasspinner), die Maulbeerseide (dem Maulbeerspinner), die Wildseide (von verschiedenen Seidenspinnern) und die Tussahseide (kommt vom japanischen Eichenseidenspinner) zugeordnet. Sehr bekannt ist auch die Haspelseide, die von abgewickelten Endlosfäden gesponnen wird. Herstellung der Seide:Die Seidenraupen ernähren sich auf unterschiedliche Art und Weise. Die einen haben am liebsten die Blätter des Maulbeerbaumes, während andere sich zum Beispiel von Birkenblättern ernähren. Wichtig ist für die Qualitätsseide jedoch, dass die Seidenraupen unter bestimmten Bedingungen aufwachsen.

 

Verpuppen sich die Raupen, produzieren Sie die Seide in speziellen Drüsen und legen diese in großer Menge und in bis zu 300.000 Drehungen um sich herum. Es entsteht der Kokon, in dem die Raupen vor dem Schlüpfen getötet werden. Dies geschieht durch heißes Wasser oder Wasserdampf. Durch das Abtölten möchte man verhindern, dass das Material Risse bekommt. Nach dem Abhaspeln (so nennt man den Vorgang, bei dem der Seidenfaden in einem Stück abgewickelt wird) entsteht ein langer Faden. Dieser lässt sich sehr gut zu einer ebenmäßigen, glatten Oberfläche verarbeiten. Auf der so gewonnenen Seide befindet sich aber immer noch der Seidenschleim. Diesen entfernt man am besten durch Kochen in Seifenwasser. Danach erscheint das Produkt in reinem Weiß. In der Spinnerei wird dies als Degummieren bezeichnet. Nach der chemischen Veredelung erhält man gebleichte Seide. Nun kommt es ganz darauf an, was man herstellen möchte. Typische weiterverarbeitete Gewebearten sind zum Beispiel Chiffon, Taft oder Satin. Unterschiedliche Qualitäten erhält man durch die verschiedenen Webverfahren.




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