Jeans – Bio oder nicht Bio?
Wer kennt sie nicht? Die Suche nach einer neuen Lieblingsjeans kann zur Zerreißprobe für die Nerven werden. Entweder der Schnitt gefällt nicht, aber die Farbe, dann gefällt die Farbe, aber sie passt nicht richtig und so weiter, und so weiter. Jetzt kommt noch ein wichtiger Aspekt hinzu: Soll man eine Jeans aus Biobaumwolle kaufen oder eher doch die „normalen“?
Die Herstellung normaler Jeans:Um sich für die richtige Jeans entscheiden zu können, muss man erst einmal wissen, wie die Jeans hergestellt werden. Von dem Baumwollpflänzchen zur Jeans legt der Stoff eine Reise von gut 19.000 km zurück. Selbst wenn die Baumwolle genmanipuliert wird, wird noch eine Unmenge von gefährlichen Pestiziden verbraucht, des Weiteren ungefähr 40.000 Liter Süßwasser für die Produktion. Gefärbt werden die Stoffe in Ländern, in denen die Gesundheit der Arbeiter nicht wirklich an erster Stelle steht, mit Farben, die gesundheitsschädlich sind und das meist von Kindern. Genäht von Frauen, die für einen Minilohn und einer viel zu hohen Wochenarbeitszeit in kleinen, unklimatisierten Räumen, mit viel zu vielen Frauen arbeiten müssen.
Die Herstellung der Bio-Jeans: Bei der Jeans aus Bio-Baumwolle gibt es erhebliche Unterschiede zu der normalen Jeans. Der Wasserverbrauch ist zwar nicht wirklich geringer, aber dafür werden keine Giftstoffe verwendet und keine Pestizide. Außerdem ist die Baumwolle nicht genmanipuliert. Des Weiteren wird darauf geachtet, dass bei Bio Baumwolle der soziale Aspekt sehr beachtet wird. So werden die Farmer für die Baumwolle die sie abliefern fair bezahlt und die Färber und Näherinnen bekommen fairen Lohn und halbwegs zumutbare Arbeitsbedingungen. Bei der Bio-Jeans sollte man darauf achten, dass der Hersteller einen so genannten „ Code of Conduct“ offen legt und frei einsehbar macht. So stellt der Hersteller dar, dass er nur Jeans verkauft, die nach sozialen, ethischen und ökologischen Gesichtspunkten hergestellt wurden.