Die Tunika – ein Kleidungsstück mit Geschichte


Die Tunika haben wir den Römern zu verdanken, die einfach zwei Tücher, eines vorn und ein etwas längeres hinten, mittels sogenannter Fibeln auf den Schultern und eines Gürtels um die Hüfte trugen. Fibeln sind unseren heutigen Sicherheitsnadeln sehr ähnlich. Kurze Zeit später kam man dann darauf, dass es praktischer sei, die Tücher an den Schultern und Seiten zusammenzunähen. Das taten sie dann auch. Männer zeigten Bein, denn ihre Tunika ging nur bis zum Knie, während die Damen knöchellange Tuniken trugen. Im Militärwesen standen verschiedene Farben für die Ränge. Die Soldaten trugen weiße Tuniken, Offiziere rote und die Marine war in blau gewandet. Die Tunika im Mittelalter Im Gegensatz zu den Römern, die die Tunika eher „drunter“ trugen, kam es bis zum 14. Jahrhundert in ganz Europa dazu, dass die Tunika „darüber“ getragen wurde. Sie stellte den Stand der Träger zur Schau. Je reichlicher verziert die Tunika war, desto angesehener und reicher war der Träger. Auch die Materialien wurden vielfältiger: Während Bauern zu ungefärbter Wolle oder auch Leinen griffen und kürzere Varianten verwendeten, trugen reiche Leute und Geistliche gern Tuniken aus teurer Seide, in den buntesten Farben, mit breiten Borten und aufwendigen Stickereien und Verzierungen.

Die Tunika heute Heute ist die Tunika aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Eine riesige Vielfalt an Farben, Schnitten und neuen Materialien wie z. B. Viskose ließ die Tunika zu einem Kleidungsstück werden, das einfach zu jeder Gelegenheit gut aussieht. Sie passt ganz hervorragend zu schmalen Röcken oder Hosen und Leggings. Ohne Gürtel getragen umschmeichelt sie auch die etwas fülligere Dame und kaschiert so die eine oder andere Problemzone.Mit Gürtel oder Raffung direkt unter dem Busen (Empire-Stil) verleiht die Tunika ihrer Trägerin einen mädchenhaften Look und lange Beine, die taillierten Tuniken betonen die weiblichen Rundungen dezent und doch sexy.

Schade eigentlich, dass die Tunika gänzlich aus der Männermode verschwunden ist!




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