Die Badekappe – Früher Pflicht, heute kaum noch verbreitet
Die Badekappe, auch Schwimmkappe oder Badehaube bezeichnet, scheint seit einiger Zeit komplett aus der Mode gekommen sein. Bis weit in die 1970er Jahre hinein galt dieses Badeaccessoire gerade für Frauen als unverzichtbar. Zum Einen diente die Badekappe dem Schutz der Haare vor dem Wasser und zugefügten Chemikalien wie Chlor. Andererseits gab es in vielen öffentlichen Bädern eine Badekappenpflicht, da die Filtertechnik noch nicht so ausgeklügelt war wie in der heutigen Zeit. Für die moderne Frau war eine Badekappe zudem ein topmodisches Badeutensil. Es gab viele Modelle in verschiedenen Farben, teilweise sogar mit Verzierungen versehen. So konnte frau sich auch im Wasser modisch von Anderen abgrenzen. Auch Männer haben seinerzeit Badekappen getragen und dabei eher sportliche Modelle bevorzugt.
Heutzutage sieht man in öffentlichen Bädern nur noch selten Badekappenträger, meist sind das ältere Menschen, für die das Tragen einer Badekappe einfach noch selbstverständlich ist. Im Sportbereich allerdings werden Schwimmkappen nach wie vor genutzt. Im Hochleistungssport Schwimmen verringern sie den Widerstand des Körpers beim Gleiten durch das Wasser und können für wichtige Zehntel oder Hundertstel Sekunden verantwortlich sein. Badekappen werden aus textilen Stoffen wie Lycra und Polyester oder aus Silikon beziehungsweise Latex hergestellt. Die Modelle sind überwiegend im sportlichen Stil gehalten, da Badekappen heute weniger ein dekoratives Stilmittel sind.
In einigen Wassersportarten wie Wasserball oder Wasserrugby dienen Badekappen auch dem Schutz und der Identifikation der Spieler. Durch eingeschlossene Hartplastikschalen werden die Ohren geschützt, diese Kappen werden auch mit Schnüren unter dem Kinn befestigt. Als Modegag für schrille Partys sind gerade altmodische Badekappen im Retro-Stil immer eine lustige Sache.