Passend zum Western-Style: Der Mokassin
Der Mokassin ist ein Schuh, der perfekt den aktuellen Western-Style ergänzt. Dabei ist seine Entwicklung schon mehrere Jahrhunderte alt. Er wurde von den Nordamerikanern zuerst hergestellt und soll einer der ersten Schuhe gewesen sein, die von den Menschen getragen wurden. Mittlerweile ist der Mokassin genau so Kult wie sich ein T Shirt selbst bedrucken zu lassen. Sein Name kommt aus der ältesten Indianersprache. In der Algonkinsprache nannte man die Fußbekleidung „mohkisson“.
Ein echter Mokassin hat weder ein Innen- noch ein Schaftfutter. Schon gar nicht findet man diesen Schuh mit einem extra Absatz oder einer Brandsohle. Nur in seltenen Fällen wurde eine Laufsohle zusätzlich angenäht. Das Blatt des Mokassins wird mit ein paar Kräuseln in die Oberseite eingelegt.
Originale Mokassins wurden von den Waldlandindianern während der Jagd getragen, wobei der Schuh im Wald ohne eine extra Laufsohle auskam. Berglandindianer erhöhten die Haltbarkeit des Schuhs mit Hilfe einer Rohlederlaufsohle. Dadurch hatten sie im Schuh auch mehr Sicherheit und Halt, wenn sie unwegsames Gelände besteigen mussten.
Bei den Indianern stellten immer die Frauen die Schuhe her. Weil der Mokassin nicht allzu haltbar war, fertigten ihn die Squas auf Vorrat. So konnten ihre Männer im Bedarfsfall auf Reserven zurückgreifen, wenn ein Schuhpaar abgenutzt war. Beim Mokassin handelt es sich um eine Art Schlupfschuh, der keinen Absatz besitzt. Meist wird er aus Schaft- oder Wildleder angefertigt. Das Material ist weich und biegsam und schmiegt sich perfekt an den Fuß an.
Die Siedler verzierten ihre Mokassins für festliche Ereignisse mit Glasperlen. Quillwork war ebenso eine beliebte Technik, um besonders attraktive Mokassins für besondere Anlässe zu fertigen. In Europa, zunächst in England wurden die bequemen Fußbekleidungen zuerst als Hausschuhe getragen. Es war vor rund 300 Jahren, als die amerikanische Siedler die ersten Stücke der bequemen Schuhe nach Europa geschickt haben.
Heutzutage wird der Schuh wegen seiner angenehmen Trageeigenschaften nicht mehr nur von den Männern, sondern auch von den Frauen geliebt und gern getragen. Der Schuh zählt eher zu den sportlichen Schuhen und wird nicht zu förmlichen Anlässen getragen. Er zeigt relativ viel Fuß, hat keine klar umrissene Form und passt sich dem Fuß des Trägers an. Er besteht aus Rauleder und wird gern in der Freizeit getragen. Für den Geschäftsalltag eignet sich der Mokassin nicht, hier wird dem Loafer der Vorzug gegeben.
Heutige Mokassins sind hochwertiger und halten mehr aus, wenngleich sie immer noch nicht wasserdicht sind. Durch mehrere ergänzende Brandsohlen und mit separater Laufsohle erhalten die Schuhe eine gewisse Stabilität. Dennoch sind sie für längere Fußmärsche ungeeignet. Auch Menschen mit verformten oder kranken Füße sollten keine Mokassins tragen.