Ohrringe


Berufsgruppen getragen. So war es beispielsweise in der Dachdeckerzunft üblich, dass Schmuck in den Ohren getragen wurde. Heute dürfen auch Männer die Schmuckstücke als zierendes Beiwerk tragen.

Ohrringe als Schmuck

Die meisten Ohrringe sind so konzipiert, dass im Ohr des Tragenden ein Loch vorhanden sein muss. Dieses kann beim Juwelier, im Piercingstudio oder manchmal auch beim Optiker gestochen werden. Es ist ratsam, danach für einige Zeit ein Antiseptikum aufzutragen, um Entzündungen zu vermeiden. Vorzugsweise werden als erster Ohrschmuck solche aus Edelmetall verwendet, meist Gold, Silber, neuerdings auch aus Titan. Es gibt zwar auch Ohrringe zum Klippen, diese werden jedoch oft als unangenehm empfunden, da sie Druck auf das Ohrläppchen ausüben.

Die Ohrringe gibt es in verschiedenen Formen. Beispielhaft seien hier Stecker, Kreolen und Hänger genannt. Die Stecker gibt es natürlich in den klassischen Formen Herz und Kreuz, aber auch ganz einfach als Kreis oder Würfel oder sehr aufwendig als Figur. Für kleine Kinder gibt es selbstverständlich buntere Ausführungen. Bienen, Pferde und Elefanten sind hier die wohl meistverkauften Stücke.

Die Kreolen gibt es in klein, groß, dick und dünn. Während manche so auffällig sind, dass sie bis auf die Schulter ragen, sind andere so klein, dass man sie fast übersieht. Die Hänger gibt es ebenfalls in kurz und lang. Gedrehte Formen oder mehrere dünne Glieder an einem Stecker seien hier hervorgehoben.

Natürlich gibt es auch verschiedene Materialien für Ohrschmuck wie Gold, Silber, Bernstein, usw. Bei Allergien sollte man darauf achten, dass die Ohrringe nickelfrei sind. Sie können auch mit Kunststeinen verziert sein, oder aber sogar mit echten Steinen bestückt. Diamanten, Rubine und Saphire sind den betuchten, extravaganten Trägerinnen vorbehalten.

Es kann sowohl nur ein Ohrring pro Ohr getragen werden, als auch zwei oder noch mehr. Die dafür notwendigen Löcher werden dann nicht nur ins Ohrläppchen gestochen, sondern können rund ums Ohr angesetzt werden.

Auf den redensartlichen Begriff „Schlitzohr“ soll hier noch eingegangen werden. Als Zeichen ihrer Zunftzugehörigkeit trugen Handwerksleute früher bestimmte Ohrringe. Hatte sie sich schandhaft verhalten, wollten also betrügen, so wurden sie aus der Zunft ausgeschlossen. Dabei wurde ihnen der Ohrring aus dem Ohr herausgerissen, so dass sich ein Schlitz bildet, an dem nun jeder den Übeltäter erkennen.




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