Ewiger Trend in der Herbst- und Wintermode: Tweed


Tweed ist in diesem Modeherbst wieder ein „MUST HAVE“. Das Material wird seit ewigen Zeiten auch heute noch immer in Schottland hergestellt.

Mit „Tweed“ (eigentlich: Harris-Tweed) bezeichnet man einen Stoff aus reiner Schurwolle, der auf den äußersten Hebriden gefärbt und gesponnen wurde. Auch heute noch wird er nur dort von Hand von den Insel-Einwohnern gewoben. Das ist für die Menschen eine sichere Einnahmequelle.

Harris-Tweed wurde 1910 als geschützte Marke anerkannt. Als Erkennungszeichen trägt Tweed seitdem das Siegel „Orb and Maltese Cross“. Jedes Kleidungsstück aus Harris-Tweed hat dieses Echtheits-Zertifikat, welches den Orb, einen Reichsapfel, zeigt.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Tweedfertigung im industriellen Maßstab begonnen und durch Lady Dunmore durch Händler in England vermarktet. Damals wurden Webstühle durch die Webmaschinen ersetzt, weil das Weben als Handarbeit auf Dauer unrentabel wurde. Vor allem angesichts der größeren Mengen benötigter Tweedware war die industrielle Fertigung ein großer Fortschritt.

Und doch kommt der qualitativ hochwertigste Tweed auch heute noch als handgewebte Ware von den Äußeren Hebriden in Schottland. Es gibt sogar ein Gesetz, welches genau festlegt, welcher Stoff sich als Tweed bezeichnen darf. Die Einhaltung wird von der Harris Tweed Autority überwacht, welche allerdings nicht in Harris sitzt, sondern in Stornoway auf Lewis.

Aus Tweed, einem kräftigen hochwertigen Stoff werden gern Jacken und Anzüge hergestellt. Aber auch Hosen gibt es aus diesem widerstandsfähigen Material. Es eignet sich sogar zur Herstellung von Stoffschuhen. Oft findet man an Mustern für diesen Stoff das für Schottland typische Karo. Als stabiles und robustes Material ist Tweed fester Bestandteil der Herbst- und Wintermode und über die Jahre immer wieder aktuell.




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