Cordstoff- robuste Eleganz
Während Cordstoff früher nur für Arbeits- oder Kinderbekleidung genutzt wurde, erstrahlt heute so manches Konstüm im charakteritischen Rippenlook. Was vielleicht verwundern mag, ist gar nicht abwegig, denn ursprünglich ist der „Handwerkerstoff“, der Cord, als Nachahmung des feinen Samt gefertigt worden. Produziert wurde das Baumwollgewebe zunächst in der englischen Stadt Manchester und trat von dort aus seine Reise in die Welt an.
Heute werden je nach Anzahl und Größe der typischen Rippen verschiedene Chordarten unterschieden: Kabelcord, Trenkercord, Genuacord und Feincord. Die meisten Rippen finden sich auf Kleidungsstücken aus Babycord. Mittlerweile werden für die Fertigung nicht nur Baumwolle sondern auch Wolle und verschiedene Garnsorten benutzt, was die Eigenschaften des Gewebes mit der typischen Optik noch verändert. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, nicht gleich zu den erstbesten Cordprodukten zu greifen. Billige Varianten nutzen sich im Alltag an stark strapazierten Stellen wie Ellenbogen oder den Innenseiten der Schenkel schnell ab. Diese helleren Stellen sind unschön und nur schwer zu kaschieren.
Die Einsatzfelder des Rippengewebes sind vielfältig: Einst häufig zum Bezug von Möbeln verwendet, wird Cord heute meist zur Produktion von Hosen, Röcken, Jacketts oder Westen genutzt. Nicht nur wegen des robusten Stoffes erfreuen sich Kleidungsstücke aus Cord immer wieder neuer Beliebtheit. Ein Kostüm oder ein Anzug im eleganten Schnitt wirkt angemessen, aber nicht over-dressed. Allgemein steht Cord eher für den legeren Look. Dabei gilt: Je weiter oben am Körper Cord getragen wird, desto feiner sollte er sein. Selten wird man also Oberhemden oder Blusen aus grobem Cord finden. Gerade bei kälteren Temperaturen hält der Cord aber auch in Form von Mänteln, Jacken und sogar Mützen Einzug auf Deutschlands Straßen, denn Cord hält schön warm!